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Gendern - ja oder nein?

Aktualisiert: 11. Aug. 2020

Seit der feministischen 2. Welle in den 70er Jahren spaltet eine Frage die Textlager: Soll man (Business-)Texte nun gendern oder nicht?


Gegner führen die erschwerte Lesbarkeit eines Textes ins Feld, Befürworter pochen auf die sprachliche und schriftliche Sichtbarkeit beider Geschlechter. Aktuell bemühen sich immer mehr Unternehmen, im Sinne der Diversität gendergerechte Texte zu produzieren - mit teils kuriosen Resultaten.


Doch wie geht man nun sinnvoll mit dem Anspruch um, sowohl weibliche als auch männliche Kunden, Stakeholder und andere Beteiligte anzusprechen? Sehen wir uns die möglichen Methoden an, einen Text geschlechtergerecht zu formulieren:


1. Paarform

Die männliche und die weibliche Form in einem Atemzug.

  • Liebe Kundinnen und Kunden, herzlich willkommen auf unserer neuen Website!

  • Fragen Sie einen Arzt oder eine Ärztin.

  • Auf Wunsch berät Sie eine unserer Mitarbeiterinnen oder einer unserer Mitarbeiter.

Vorteile: die Paarform stellt die beiden Geschlechter Mann und Frau gleich, ist verständlich für alle und eignet sich vor allem für konservative und ältere Zielgruppen

Nachteile: Diese Form braucht recht viel Platz und verursacht immer wieder Wortwiederholungen.


2. Binnen-I und Schrägstrich

Altgedient und langsam aus der Mode: Binnen-I und der Schrägstrich.

  • Ich helfe dir, deine Kund/innen inklusiv und Vielfalt wertschätzend anzusprechen.

  • Vor Kurzem habe ich meinen FollowerInnen auf Facebook und Instagram gezeigt, wie sie dort Alternativtexte hinzufügen können.

  • Der/die Mitarbeiter/in am Counter hilft Ihnen gerne weiter.

  • Du suchst eineN motivierteN TexterIN?